82. Jahrestagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft

Vom 17.03.-20.03.2020 fand die 82. Jahrestagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) statt. Eigentlich sollte die Tagung in Frankfurt/Main „über die Bühne“ gehen, aber infolge der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus wurde sie als reine Online-Tagung durchgeführt. Für die Veranstalter war es sicherlich eine große Hau-Ruck-Aktion, diese „Digital Transformation“ im Sinne des Tagungsmottos relativ kurzfristig zu stemmen. Die Vorträge wurden in Web-Konferenzen präsentiert, parallel konnte man sich über den Chat der Tagungs-App austauschen und verschiedene Web-Meetings fanden statt. Nach meinen eigenen Erfahrungen bei der Teilnahme an der Tagung haben Technik und Ablauf ziemlich gut funktioniert. Hut ab vor den Organisatoren und den Helfern!

Vom BERD@BW-Projekt war Dr. Georg Licht mit einem Vortrag über BERD in der Session „Forschungsinfrastrukturen in BWL und Finance“ vertreten, um unseren Ansatz für unstrukturierte Daten (Bild, Video, Audio, Text) in den Wirtschaftswissenschaften vorzustellen. Ausgehend von der Tatsache, dass diese in der Forschung zunehmend wichtiger werden, soll mit BERD eine Infrastruktur entstehen, die (wirtschafts-)wissenschaftliche Daten aller Art und deren Auswertungsalgorithmen integriert. Auf diese Weise wird die Replizierbarkeit von Analyseergebnissen vereinfacht und neue Forschung durch eine erleichterte Nachnutzung der Daten und Algorithmen stimuliert. Der Fokus liegt dabei auf dem gesamten Forschungsprozess vom Preprocessing der Daten über die eigentliche Analyse bis hin zur Archivierung und ggf. Publikation, jeweils mit der Bereitstellung von entsprechender Rechen- und Speicherkapazität und unter Berücksichtigung der gängigen Standards bzgl. Datenaustausch und Metadaten. Als Initiative aus der Wissenschaft heraus, sind BERD das community involvement und die Nutzerzentriertheit ein besonderes Anliegen.

Weitere Vorträge, Workshops und Sessions bei der VHB Jahrestagung zum Machine Learning, Big Data, Textanalyse mittels Phython usw. bestätigen die Bedeutung von unstrukturierten Daten und entsprechenden Auswertungsmethoden für die betriebswirtschaftliche Forschung.

Das Tagungsprogramm mit Downloadbereich findet sich hier.